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Freiheit, die wir meinen

“Freiheit, die wir meinen“

Mit diesem Titel luden die Heinrich-Böll-Stiftung und die Stiftung Ettersberg am 15. November 2010 zu einer Veranstaltung rund um das Thema Freiheit in der DDR, bzw. Freiheit heute ein.

Über 70 Menschen junger und älterer Generation waren in das Augustinerkloster zu Gotha gekommen, um über den zentralen Begriff “Freiheit“ zu diskutieren.

Gegen 14 Uhr begann die Eröffnung der Veranstaltung, in der sich Dr. Peter Wurschi - ein Vertreter der Stiftung Ettersberg – und der Oberbürgermeister der Stadt Gotha Knut Kreuch zum Thema “Demokratie“ äußerten.

Nach diesen kurzen Grußworten folgte ein ca. halbstündiges Impulsreferat durch Prof. Dr. Thomas Großbölting von der Universität Münster.

In diesem ging er auf die Oppositionsbewegung in der DDR vor allem gegen Ende ihres Bestehens ein und verdeutlichte die schlussendlichen Gründe für den Fall der Mauer.

Anschließend ergriff die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt das Wort und kündigte drei Workshops an, auf die sich die Anwesenden nun verteilen sollten.

In diesen Workshops fanden Zeitzeugen aus Ost und West mit Teilnehmern zusammen. Erstere gaben ihre Erfahrungen zum Thema Freiheit aus der damaligen Zeit wieder und diskutierten mit den Anwesenden über Freiheitserlebnisse.

Im ersten Workshop “Neonazis im Osten – Auch ein Erbe der DDR?“ wurde vor dem Hintergrund des Dokumentarfilms „Die Nationale Front – Neonazis in der DDR“ über die Wurzeln der rechtsextremistischen Gruppierungen in der sozialistischen Gesellschaft der DDR diskutiert. Der Regisseur des Films, Tom Franke, stand hierbei Rede und Antwort.

Workshop Zwei galt den Jugendkulturen in der DDR. Mathias Wienecke, ein Zeitzeuge der damaligen Umstände, erzählte von seinen Erlebnissen mit Jugendtrends. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auf dem Einfluss von Musik auf die damalige und heutige Gesellschaft. Vor allem Jugendliche berichteten hierbei in einer Diskussionsrunde von ihren Erfahrungen mit Musik und dem Stellenwert, welchen Musik im heutigen Alltag einnimmt.

Der dritte Workshop widmete sich dem politischen Engagement von Frauen in der Friedlichen Revolution 1989. Die Bürgerrechtlerin Barbara Sengewald und Simone Maaß vom “Unabhängigen Frauenverband“

zeigten dabei Wege auf, wie sich junge Mädchen und Frauen auch heutzutage noch aktiv in unsere Gesellschaft einmischen können.

Am Ende der Veranstaltung bildeten sich im so genannten Weltcafé Diskussionsrunden in vielen kleinen Sitzgruppen. Hierbei wurde sich darüber ausgetauscht, was Freiheit in der DDR, beziehungsweise, was der Begriff “Freiheit“ heutzutage für jeden einzelnen bedeutet.

Gefahren, aber auch Errungenschaften waren Thema dieser Veranstaltung. Jung und Alt setzten sich gemeinsam mit den Geschehnissen der Friedlichen Revolution auseinander. Schließlich entstand das Bewusstsein, dass Freiheit immer wieder neu errungen werden muss.

 Matti Negelen, ABI 12/2