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Geschichte der Kartografie

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Kleine Ausstellung von Dominique Görlitz im Emestinum zeigt ungelöste Geheimnisse

GOTHA.

Dominique Görlitz war gerade im Alter der Schüler, die ihm gestern halfen, eine kleine Ausstellung im Gymnasium Emestinum aufzubauen, als er begann, sich für alte Schiffe und historische  Zusammenhänge zu interessieren. Bekannt wurde er dann durch seine Schilfbootexpeditionen Abora I bis III auf dem Mittelmeer und auf dem Atlantik.

Im Foyer des altehrwürdigen Schulgebäudes füllte der heute 45-Jährige mit Schülern des Gymnasiums einige Vitrinen mit alten Kartendrucken, deren Grundlagen und Entstehungszeiten fast unglaublich erscheinen. Woher hatten zum Beispiel die deutschen Kartografen Waldseemüller und Ringmann um 1507 ihre Kenntnisse eines völlig neuen Weltbildes? Hatte doch Christoph Kolumbus (1492) - nicht wissentlich - doch gerade erst den amerikanischen Kontinent entdeckt. Die Karte der deutschen Kartografen zeigt aber bereits große Teile des amerikanischen Doppelkontinents und den gesamten Pazifik, obwohl europäische Entdecker diese Gebiete erst Jahrzehnte später erkundeten. Dominique Görlitz geht auf dieses Phänomen in seinem neuen Buch „Ungelöste Rätsel der Entdeckergeschichte - Kam Kolumbus 1500 Jahre zu spät?" umfassend ein. Es ist eines der ungelösten Rätsel der Archäologie, ob und in welchem Umfang die Hochkulturen der Alten Welt bereits Kunde von den Ländern jenseits des Atlantiks hatten.

Mit der kleinen Ausstellung will Dominique Görlitz bei den Schülern Interesse wecken. „Wenn man das Schilfboot-Modell sozusagen als Trojanisches Pferd nimmt und so die Aufmerksamkeit der Jugendlichen wecken kann, dann ist das eine gute Sache", will der Experimentalarchäologe Görlitz für seine Forschungsarbeiten sensibilisieren.

Schulleiter Dr. Lutz Wagner zeigte sich begeistert darüber, dass die Schule in dieses Thema mit der Ausstellung und der Buchvorstellung involviert ist. Am Mittwoch, dem 13. April, ab 20 Uhr hält Dominique Görlitz in der Aula des Ernestinums einen Vortrag, zeigt Filmausschnitte von seinen Abora-Expeditionen und stellt sein druckfrisches Buch vor.

Gotha als Zentrum der Kartographiegeschichte? Dominique Görlitz ist sich sicher, dass Gotha einst ein Zentrum der Naturwissenschaften war und dass es kein Zufall ist, dass der Perthes-Verlag erfolgreich in Gotha ansässig ist.