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Geschichte lebensnah

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Geschichtsunterricht hinterlässt tiefe Spuren

Die Schüler der elften Klasse besuchten Anfang Oktober 2013 die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

„Was verbindest du mit dem Begriff Konzentrationslager?“ Still schweigend saßen wir da. Jeder vertieft in seine eigenen Gedanken. Uns fiel es schwer eine passende Antwort darauf zu finden.

Der Museumspädagoge Sascha Nowotny durchbrach das unangenehme Schweigen. Um uns eine Hilfe zu geben, legte er Bilder verschiedenster Art wie Karikaturen und Fotos ehemaliger Häftlinge, sowie der Aufseher und der Anlage des Konzentrationslagers nieder. Jeder durfte sich ein Bild dazu aussuchen und bald schon begann eine angeregte Diskussion aus der wir viel mitnehmen konnten. Vor allem die Debatte, ob dieses Ereignis in Zukunft wieder passieren könne, interessierte viele von uns. Anschließend ging es unter Tage- in die Stollen, wo vor rund 70 Jahren zuvor die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und leben mussten. Vernichtungswaffen sollten hergestellt werden, um den „Feind“ zu besiegen. Wir empfanden die Vorstellung, leicht bekleidet und hungernd bei niedrigen Temperaturen in den dunklen Gängen des Bergbaus arbeiten zu müssen, erschreckend. Nach den tragischen Bildern des Stollens suchten wir die Cafeteria auf und gönnten uns eine kleine Stärkung.

Auf dem Weg zum Krematorium, machten wir einen kurzen Halt am Appellplatz. Dort zeigte uns der Museumspädagoge die ehemaligen Baracken, sowie das Bordell und das Kinogebäude. Schließlich betraten wir das Krematorium. Voller Ehrfurcht betrachteten wir die Verbrennungsöfen und Gedenktafeln jener, die ihr Leben dort ließen.

Zum Schluss legte Simon Schrickel einen Blumenstrauß nieder während Julius Streitz das Gedicht „Ich werde den Tag erleben“ zum Gedenken an die Opfer vortrug.

 

„Ich werde den Tag erleben,

da sie, die über die Grenzen brachen, […]

Ganz Europa

wird ein unerbittliches Heer sein.

Und die Welt wird diese Kämpfer verstehn,

ob sie auch hundert Sprachen sprechen.

Wenn sie auch noch so fremd erscheinen -

ihre Gesichter sind die von Brüdern.

Wer immer, gleich wo, den Faschismus haßt,

wird wissen wie ich: Es sind meine Soldaten.

 

Zucke nicht mit der Achsel -

Ich werde den Tag erleben. Und du auch.“

 

 

Luisa Zenker und Julia Sickel, Klasse 11