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10. Klasse pflanzt Bäume

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Mit Eifer bei der Sache

Für Umwelt engagieren - Zehntklässler pflanzen Weißtannen - Lohn für Klassenfahrt

Von Klaus-Dieter Simmen

Gotha.Welche Baumarten dem Klimawandel erfolgreich trotzen, lässt sich schwerlich vorher sagen. Deshalb sind Waldbesitzer gut beraten, die auf Vielfalt setzen. Tannen zum Beispiel können sich gegenüber Fichten als vorteilhaft erweisen. Weil sie tiefer wurzeln, wie die jungen Leute der Klasse 10c vom Gymnasium Ernestinum wissen. Sie haben sich mit dem Problem im Biologieunterricht ausgiebig beschäftigt. Und das mit gutem Grund. Denn die 16 Mädchen und Jungen pflanzten gestern im Krahnberg auf einer Fläche von zwei Hektar 200 Weißtannen.

„Die Weißtanne ist hier heimisch", weiß Förster Sergej Chmara. Allerdings könne man bei dieser Art nicht auf Naturverjüngung setzen. „Ahorn, Buche und andere Laubbäume sind viel aggressiver und lassen der Weißtanne keine Chance. Hinzu kommt, dass deren Schösslinge liebend gern von Rehen gefressen werden.“ Also muss der Mensch eingreifen.

200 Setzlinge

Da Waldbesitzer Klaus Ammerman auf einen intakten Krahnbergwald auch für die Zukunft setzt, hat er sich entschlossen, die Weißtannen pflanzen zu lassen. Normalerweise ein Job für Waldarbeiter, deren Tagesleistung pro Mann bei rund 200 Setzlingen liegt. Doch zum wiederholten Male übernahmen dies Schüler.

„Das hat der Thüringenforst gestern zum vierten Male organisiert", sagt Chmara. Die Aktion macht Sinn - für den Wald und für die Mädchen und Jungen.

Nicht nur, weil sie ganz spezielles Wissen über die Natur ihrer direkten Umgebung erwerben, sondern weil sich die Forstleute im Gegenzug für ihre Belange einsetzen. Im Fall der 10c bedeutet das: Es wurden Sponsoren geworben, die deren Klassenfahrt finanziell unterstützen. “Wir können noch keine Schlussrechnung machen", sagt der Förster, „hoffen aber, 500 Euro beisteuern zu können".

Lehrerin Christine Bergleiter erzählt, dass bei einem Elternabend das Projekt geboren wurde. „Wir suchen nach Möglichkeiten, das Budget für unsere Klassenfahrt durch Eigeninitiative aufzustocken. Da kam der Vorschlag einer Mutter mit der Pflanzaktion am Krahnberg gerade recht." Zum Abschluss der zehnten Klasse soll es übrigens nach Berlin gehen.

Nachdem sich die Zehntklässler im Unterricht unter anderem auch mit Filmen über Wald und Baumarten wie Weißtanne und Douglasie informiert haben, folgte nun gestern der praktische Teil. Und der machte Spaß, auch wenn Sarah es gern gesehen hätte, wenn es ein wenig wärmer gewesen wäre. Und manch einem der Schüler war

anzusehen, dass die Arbeit mit Spaten und Hacke recht ungewohnt ist. Das aber tat dem Eifer keinen Abbruch.

Wuchs beobachten

Im Übrigen sind sie sich alle einig, schon bald nach den Bäumen zu schauen, die sie gestern in den Waldboden brachten. "Wir wollen wissen, wie sie anwachsen", sagt Pauline.

Immerhin kostet ein Weißtannensetzling inklusive dem Drahtschutz vor Wildverbiss fünf Euro.