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Zeitzeuge im Ernestinum

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Ein Zeitzeuge zu Gast im  Ernestinum

 

Am Dienstag, dem 15.September 2015 versammelten sich alle Schüler der 10. Klassen um 11.00 Uhr in der Aula. Anlass der Versammlung war ein Zeitzeugenbericht von Frau Elke Pudszuk aus Zella-Mehlis. Sie ist Mitglied im Bund der Antifaschisten und hat sich bereit erklärt, uns etwas über den Widerstand im 3. Reich zu erzählen. Wir hatten dieses Thema bereits im Unterricht behandelt, durch diesen Bericht bekamen wir jedoch die Möglichkeit, einen tieferen und persönlicheren Einblick in die Lage der Menschen zu dieser Zeit zu bekommen.

 

Nachdem auch die letzten Schüler eingetroffen waren, begann Frau Pudszuk mit ihrer Rede, welche sie zur Wiedereinweihung des Gedenksteins im Rosengarten gehalten hat.

Nach einer kurzen Einführung berichtete sie von der Rolle ihrer eigenen Eltern im Thüringer Widerstandsnetz. Dies war sehr persönlich, da sie mit Hilfe von Auszügen aus der Anklageschrift auch von deren teilweise unverständlichen Verhaftungen gesprochen hat. Diese Haft konnte sie zwar nicht aus erster Hand erzählen, trotzdem erläuterte sie uns sehr detailliert das Leben im Gefängnis und die Organisation des Widerstandes aus dem Gefängnis heraus.

 

Wir fanden es sehr spannend zu erfahren, wie Informationen durch zum Beispiel Flugblätter oder Verstecke in Tablett-Griffen verbreitet wurden und diese Reliquien im Original betrachten zu dürfen. Desweiteren zeigte sie uns Zeugnisse der Armut zu dieser Zeit, in diesem Fall handelte es sich um selbstgemachte Schachfiguren aus Brot oder illegal beschaffte Gegenstände wie Bücher.

All diese Beispiele machten Ihren Vortrag sehr bildhaft und auch anschaulich, sodass wir  uns das Leben zu dieser Zeit nun sehr viel besser vorstellen können.

 

Dass Frau Pudszuk  ihren Vortrag mit einer Mahnung an uns Jugendliche in Bezug auf den Faschismus abschloss, betonte die Ernsthaftigkeit und auch Aktualität dieses Themas.

Bei der anschließenden Fragerunde wurden wenige Fragen gestellt, da viele noch von den Eindrücken überwältigt waren  und das Gehörte erst einmal überdenken mussten. Trotzdem waren wir uns letztendlich alle einig, dass es ein sehr gelungener und informativer Vortrag war.

 

Alle 10.Klassen bedanken sich auch hiermit noch einmal recht herzlich bei Frau Elke Pudszuk sowie bei unserem  Geschichtslehrer Herr Benser,  der uns dies ermöglicht hat.

 

 

Von Selina Warstat und Victoria Hesselbach, Klasse 10 c